Plötzlich kann sie da sein, die Liebe zu Portraits. Es ist so wie mit der Liebe im Leben, es kann ganz unverhofft geschehen. Zuerst hat man ein Portrait, eventuell auch etwas zufällig, und dann geht es nicht mehr ohne. Und es kommt eines zum anderen. Und aus Gesichtern, von denen man in der Regel nichts oder nicht viel weiss, werden Vertraute. Sie grüssen einen, wenn man den Raum betritt, schauen einem nach, wenn man den Raum verlässt. Und man hat seine Lieblinge. Gesichter, denen man sich näher fühlt als anderen. Die Schönheit ist dabei, auch wie im sonstigen Leben, nicht ausschlaggebend. Unsere Portraits sind selten perfekt und würden den Weg ins Museum nicht finden. Sie dürfen die Spuren, die die Zeit hinterlässt, ruhig zeigen.